Ein Prinz unter Indianern

Ein preußischer Prinz ist der erste Erforscher Brasiliens und der letzte Zeuge freier Indianer.

Was Humboldt nicht gelingt, vollbringt Prinz Maximilian zu Wied-Neuwied. 1815 wagt er eine Expedition entlang der Ostküste Brasiliens. Als Erster berichtete er einem faszinierten Publikum vom artenreichsten Dschungel der Welt. Seine Sammlung von Flora und Fauna ist so vielfältig, dass sie noch heute nicht umfassend ausgewertet ist. Sein Bericht über die Brasilienreise macht ihn zu einer allseits geachteten Koryphäe der Naturwissenschaften.

Unterwegs ins Indianerland
Im Alter von fünfzig Jahren bricht er noch einmal auf. 1832 beginnt er mit dem Maler Karl Bodmer eine Expedition in das Innere Nord-Amerikas. Dabei entstehen Gemälde, die Europas Wahrnehmung der Indianer bis heute prägen. Und die Berichte Wieds werden Vorlage für zahlreiche Wild West Phantasien, bis hin zu Karl May. Noch vor der Erfindung des Wilden Westens hält Wied in lebhaften Berichten und einmaligen Bildern das Leben der Indianer fest.

Prinz zu Wied war eine glückliche Synthese zwischen Forscher und Weltmann. Er begeisterte sich in enzyklopädischer Weise für alles, was ihm begegnete. Ihm verdanken wir das Wissen um eine Welt, die es längst nicht mehr gibt.
Ein Doku-Drama über einen der bedeutendsten und einflussreichsten Forschungsreisenden des 19. Jahrhunderts: Prinz Maximilian zu Wied-Neuwied.

Weitere Infos: https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/prinz-wied-im-wilden-westen-100...